Stiftung



Nach monatelangen Vorbereitungen wurde am Freitag, 26.2.1999 im Alten Schulhaus in St.German die Stiftung

"Der Kulturweg Ausserberg-St.German-Raron"

gegründet.

Der Zweck der Stiftung ist laut amtlicher Stiftungsurkunde:

"...kulturelle Werte in und zwischen den Dörfern Raron, St.German und Ausserberg erhalten und mit geführten Wanderungen Kultur, Geschichte, Natur und Landwirtschaft unserer Region der Öffentlichkeit näher bringen und erhalten."

Die "Sonnigen Halden" zwischen Ausserberg und Raron sind vom Herrgott mit Kultur- und Naturgütern reich beschenkt worden. Wir besiedeln einen der schönsten und vielfältigsten Flecken der Alpen, ein wahres Bijou.
Weiten Kreisen ist diese Tatsache leider unbekannt oder wenigstens unbewusst. In den Köpfen von ein paar "angefressenen Südrämplern" geistert seit Jahren die Idee, dieses Bijou unserer Bevölkerung bewusst zu machen und interessierte Tourismuskreise auf unsere Gegend "gluschtig" zu machen.



Zweck der Stiftung

  • "Kultur- und Naturwerte in und zwischen den Dörfern erhalten und mit geführten Wanderungen der Öffentlichkeit Kultur, Geschichte, Natur und Landwirtschaft der Region näher bringen." (aus der Stiftungsurkunde)
  • Den alten Wanderweg erhalten und aufwerten, indem die Elemente der früheren agraren Struktur instand gesetzt und weiter genutzt werden können.
  • Eine sanfte und minimal invasive Nutzung des Weges als Wander- und Bewirtschaftungsweg.
  • Durchführung einer geführten Wanderung in Gruppen zu 20- 25 Personen, (jeweils am letzten Wochenende im August) denen auf dem Weg an verschiedenen Posten von Fachleuten und Einheimischen Kultur, Natur und Brauchtum der Region anschaulich nähergebracht wird. Auf jedem Posten erhalten die Teilnehmer eine Zwischenverpflegung und Getränke; Weindegustation und am Schluss eine warme Mahlzeit. Alles inbegriffen in der Pauschale, die bei der Anmeldung bezahlt wird.
  • Der Anlass soll selbsttragend sein; der Erlös in kulturelle Projekte am Weg investiert werden.
  • Vernetzung der beteiligten Gemeinden, der Kulturkommissionen, der Vereine und Dienstleistungsbetriebe (Tourismusbüros, Restaurants, Kellereien, Hotels, Dorfläden)
  • Anstoss von grösseren Projekten am Weg.
Fazit nach 9 Jahren "Kulturweg"

Das ursprüngliche Ziel - der Erhalt und die Aufwertung des Weges zwischen Ausserberg und Raron als Flurweg/Wanderweg - wurde erreicht, ohne Abstriche an seine Nutzung als Bewirtschaftungsweg für die Landwirtschaft, den Rebbau, die Schafzucht.

Der Weg ist als " der Kulturweg" ein Markenzeichen geworden und hat sich bei der einheimischen Bevölkerung, den Touristen und in der Presse etabliert.

Der Kulturweg wird von Einheimischen und Touristen signifikant häufiger begangen und als Erlebnisweg (Wandern, Biken, Reiten) stark genutzt.

Die Vernetzung verschiedenster Behörden, Ämter, Vereine, Dienstleistungsbetriebe wurde erreicht. Wertvolle Synergien und Kontakte sind dadurch entstanden.

Namhafte Historiker, Künstler, Wissenschaftler sowie lokale Kenner und Könner agrarer, weinbautechnischer und handwerklicher Künste wurden als Referenten gewonnen und an den verschiedenen Posten eingesetzt.

Lokale Betriebe (Kellereien, Restaurants, Hotels, Bäckerei, Metzgerei..) wurden von Anfang an in das Projekt einbezogen und erreichen dadurch höhere Umsatzzahlen und grössere Bekanntheit.

Gemeinden, Behörden und Bevölkerung arbeiten für diesen Anlass zusammen und konnten für viele gemeinsame Aktionen gewonnen werden.

Gemeinden und private Eigner stellen grosszügig öffentliche und private Gebäude und Plätze für den Kulturweg zur Verfügung.

Vereine aus allen drei Gemeinden wirken bei jedem Anlass aktiv mit und übernehmen jeweils wichtige Aufgaben.

Die Schulkinder von Ausserberg gestalten jährlich mit grossem Einsatz in einem Projekt einen Info- und Erlebnisposten zum jeweiligen Hauptthema des Kulturwegs.

Zahlreiche unbezahlte und freiwillige Helfer aus den beteiligten Gemeinden ermöglichen die Durchführung des jährlichen Anlasses.

Franziska Rüttimann Storemyr, die den Kulturweg 2003 besuchte und im Auftrag von Museen Graubünden das "Handbuch Einheimischenarbeit. Die Einbindung der Einheimischen Bevölkerung in Kulturbetrieben der ländlichen Alpenregion. Tipps und Anregungen" verfasst hat, beschreibt auch beispielhaft den Kulturweg Ausserberg- St. German- Raron (S.20ff). Aus ihren Schlussfolgerungen:
"Akzeptanz entsteht dadurch, dass die einheimische Bevölkerung den Kulturbetrieb/Kulturanlass als Bereicherung für die Region, das Dorf und/oder sich persönlich erlebt. Diese Bereicherung kann sowohl materieller wie auch immaterieller Natur sein." (S.6) www.museenland-gr.ch